Wanderwoche im Elbsandsteingebirge

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Marlies Renk

Am 21. September 2019 startet die Wanderwoche des SGV
Im Plan stand Elbsandsteingebirge, Cunnersdorf bei Bad Schandau.
Punkt um 6.00 Uhr ging der Bus an den Start,
obwohl diesmal war nicht sooo lang unsere Fahrt.
So hatten wir zwischendurch noch Zeit und Muße,
das hübsche Städtchen Meißen zu besuchen.
Im Dom ließ man uns nicht rein wegen Hochzeit und Orgelkonzert.
Beim leckeren Eis (oder Bier) auf dem Marktplatz hat uns das nicht mehr gestört.
Passend eingetroffen in Cunnersdorf im Deutschen Haus,
Zimmer bezogen, kurzer Dorfrundgang, lecker Abend gegessen und dann war die Luft raus.

Am Sonntag bei stahlblauem Himmel sodann
stand bei strahlener Sonne die erste Wanderung an.
Über 15 km und 500 Höhenmeter zum Lichtenhainer Wasserfall sollte sie gehen.
Ich will Euch was verraten: den Wasserfall haben wir nie gesehen.
Zunächst an der Elbe entlang nach Bad Schandau hinein,
dann ging`s mit dem historischen Aufzug in die Höhe ganz fein,
über Treppen und Stiegen und Leitern hinauf
durch kaum 2 Hand breite Schluchten hoch auf die Schrammsteine hinaus.
Die Aussicht von dort oben: überwältigend schön,
ein traumhaftes Rundum-Panorama gab`s dort zu sehn.
Doch aller Faszination zum Trotz, es nutzte nicht viel,
wir mußten wieder runter und das war kein leichtes Spiel.
Nach weiteren - gefühlt - 1000 Stufen hinab
wurde uns dann die Zeit etwas knapp.
Wir verkürzten die Route und gingen hinab nach Beuthenfall.
Auch die Wanderer verpaßten zunächst den Wasserfall.
Weil die Königsroute war gesperrt, gingen auch sie den Weg verkehrt,
zurück zur Tram, wo sie morgens ausgestiegen,
um von dort über die Landstraße die Kurve zum Wasserfall zu kriegen.
Wie vereinbart, um Punkt 17.00 Uhr
waren alle wieder am Bus. - Es war eine Supertour!

Tag 2 – heute ging es zur Festung nach Königstein.
Dort fanden sich alle 3 Gruppen ein.
Eine imposante Anlage, teils aus dem 16. Jahrhundert
die wir bei Sonne und Aussicht auf die Elbe umrundet,
beeindruckt vom Brunnenhaus mit dem Brunnen 160 m tief,
gebaut 1568, und die Wasserversorgung für 1700 Leute lief.
Die barocke Friedrichsburg, die schon vom Gebäude her verzaubert,
bei Feierlichkeiten per Maschinentafel ein „Tischlein-deck-dich“ aus dem Boden zaubert.
„In lapide regis“ - auf dem Stein des Königs –
die Ausstellung erzählt von 800 Jahren Leben auf dem Königstein
und das Schatzhaus zeigt heute noch, wie man damals die „Kohle“ lagerte in Fässern ein.
Kuchen und Vitamine in flüssiger Form
beflügelten dann den Abstieg ernorm.
Und während die Bergwanderer noch den Pfaffenstein umrunden,
haben 18 Wanderer in Pfaffendorf einen netten Biergarten gefunden.

Am Dienstag ging`s dann nach Rathen und hinauf zur Bastei.
Auch diesmal waren zunächst alle dabei.
Dort oben beeindruckten uns Mönch, Lokomotive und Biene,
mächtige Steinformationen, mit Aussicht auf Elbe und den Zug auf der Schiene,
sowie der historische Burghof mit Steinschleuder und Zisterne,
auch wenn die Sonne heut` fehlte für den ganz weiten Blick in die Ferne,
es war immer noch ein beeindruckendes Panorama!
Beim Abstieg zu den Schwedenlöchern fielen ein paar Tropfen, doch auch das war kein Drama.
Nur zwei, die nach der Mittagspause vorausliefen und nicht bedachten
welche Probleme sie damit Ludger machten:
der zählte 3 mal, gar 4 mal fleißig und kam trotz allem immer nur bis 34.
Vorbei ging`s am Amselsee, wo die Forellen schwärmten,
und dass es auch Goldforellen gibt, wir dort auch lernten.
Am Ende entschieden sich einige für Fischbrötchen, andere für Kuchen.
Und die Fähre mußten wir nicht lange suchen.

Am Mittwoch stand Dresden auf dem Plan
und auch das gingen wieder alle 3 Gruppen an.
Zum Geburtstag zunächst noch Lothar besungen
und später, als längst unser Ständchen verklungen
stieg eine Stadtführerin zu uns in den Bus
und erklärte uns 1 ½ Std. alles, was für Touris ein Muß.
Zurück bei den Zwingerteichen hielten wir wieder an.
Mit einer 2. Führerin ging`s per Pedes weiter sodann,
zunächst durch den Zwinger und dann zum Palast,
dessen Höfe durchschritten wir ganz ohne Hast,
sahen Semperoper, die Kathedrale, die Augustus-Brücke, die derzeit wird renoviert
und sind dann gespannt zur Frauenkirche marschiert.
Just vor Eintreffen hier ereilte uns der Regen,
also gingen wir schnell hinein und baten um weiteren Segen.
Nach dem Mittagessen noch den Herbstmarkt besucht
und in der Altmarkt-Gallerie hat der eine oder andere versucht,
mit mehr oder weniger gefüllten Taschen
einen Blick auf Peter Maffey zu erhaschen.

Auch am Donnerstag man wieder fröhlich sang
1.wegen wieder blauen Himmels, 2.weil heut Friedhelm`s Geburtstagsständchen erklang.
Und dann ging`s nach Hrenzko in die böhmische Schweiz.
Auch dort hatten das Prebischtor und gigantische Felsformationen ihren Reiz.
Die Sonne mit der Aussicht um die Wette prahlten
und somit auch unsere Gesichter strahlten.
Teils auf Samtpfötchenwegen marschierten wir hinunter zur Klamm,
kamen am Ende auf 20,8 km sodann.
In der Edmundsklamm entlang am glasklaren Fluß,
den man teils mit dem Boot befahren muss,
sah man Flipper, Indianer, Drachen und manch`andere Zaubergestalt,
die fanden an den vielfach vermoosten Felswänden Halt.
Mit Geschick stakte unser Gondoliere
durch den Strom, und machte mit viel Humor seinem Berufstand alle Ehre.
Ich denke, wir hätten ihm auch abgenommen,
hätte er erzählt, Rübezahl sei schon mal aus dem Nebel gekommen.
In der Mühlenbrauerei, wo die Wanderer schon waren,
hat unsere heutige Tour einen gebührenden Abschluß erfahren.

Am Morgen danach eine Frau mit Schirm gesehen, der war offen.
Das ließ Heinz sogleich auf einen „staubfreien Wandertag“ hoffen.
Heut´am Freitag war Frei-Tag für Ingo und den Bus,
deshalb startete unsere Tour heut beim Hotel – zu Fuß.
Schon wieder mit Sonne lenkten Richtung Papstdorf wir unseren Schritt
und bis auf die Abgemeldeten gingen alle mit.
Die Bergwanderer zog`s dann zum Papststein hinauf
und die nahmen auch wieder einige 100 Stufen in Kauf.
Gestärkt mit Kuchen kamen dort wir an.
Oben gab`s Aussicht und Kaffee sodann.
Beim Abstieg betätigte sich Humpi als Trüffelschwein.
Danach kehrten wir in Gohrisch im Hofladen ein.
Hier gab`s leckere Speisen und Getränke,
viel Ambiente und im Hofladen hanfgemachte Geschenke.
Die Wandergruppe nun zurück nach Cunnersdorf lief,
die Bergwanderer noch der Gohrischstein rief.
Wieder über Leitern und enge Schluchten
nach dem Auf- wir nun den Abstieg suchten.
Merhmals am Tag haben wir heute geübt:
Schirm auf – Jacke an, wieder aus – ganz wie es beliebt.
Trotz allem waren Strecke und Ausblicke ganz toll
und die kanpp 15 km durchaus auch absolut anspruchsvoll.

Eine herrliche Wanderwoche sich nun dem Ende zu neigt.
Und diesmal haben neue Köpfe ihr Orga-Talent gezeigt.
Wir bedanken uns bei allen, die mailten, telefonierten und suchten,
Touren und Fährverbindungen fanden und Führungen buchten.
Peter fand für die Bergwanderer herrliche Strecken,
wenn man bedenkt, dass er sie vorher nicht konnte checken.
Ludger, der uns die abends erklärte und die Infos rübergebracht
und für uns auch hatte Quartier gemacht.
Markus, der die Wanderer hat begleitet
und für eben diese passende Wege vorbereitet.
Auch die gemeinsamen Touren gut gelungen waren,
nicht zuletzt, weil Peter und Petrus sich meist einig waren.
Und nun, wo die Wanderungen vorbei,
sei ein faustdickes Lob gesagt an Euch drei.
Wurde wetterbedingt auch die ein oder anderer Tour verändert,
wir sind sie trotzdem alle gern gewandert.
Erheischten uns an 2 Tagen auch ein paar Tropfen,
was macht das schon? - um so mehr erfreuten uns die Kaltschalen vom Hopfen.
Schauen wir heut auf die Woche zurück,
seit versichert: es waren alle entzückt.
Dank auch an alle, die Kuchen gebacken haben,
und an die, die ihn unterwegs für uns getragen,
für Vitamine in flüssiger Form – sprich Schnaps,
teils mit Liebe und Ausdauer selbst gebraut, - ja den gab`s.
Für Obacht und Rücksichtnahme an alle, die mit uns gingen.
Denn ohne Euch hätte dies niemals können gelingen.

Marlies Renk

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Anschrift: SGV-Abt. Hüsten e.V., Am Vornhagen 1, 59759 Arnsberg - 1. Vors. Dagmar Klasmeier, 2. Vors. Ludger Weber - Wanderheim Zur Breloheiche