Wandini erzählt - Teil 4

Uli, der Künstler


Von: Wanda Schuh

Zu Besuch bei Uli . . .

Seitdem Wandini den Hüstener Freiheitsweg entlang zur SGV-Hütte gewandert ist, war er nicht mehr draußen gewesen. Es hat ihm zwar gefallen diesen schönen Wanderweg zu gehen, doch ihm gefälllt das Wanderheim immer noch am besten. ,,Wandini!! Wandini!“ Es kam aus der Richtung der Küche. Neugierig folgte Wandini der Stimme. Doch in der Küche war nichts weiter als das Geschirr, das keiner spülen wollte. Da war es wieder: ,,Wandini!! Wo bist du?“ Jetzt wusste das Kälbchen wo es hin musste. Zum ersten Mal seit 3 Tagen verließ Wandini die Hütte und betrat den Vorplatz. Oben auf der Bank saßen Friedhelm und Paul. (Diejenigen, die Wandini das erste Mal gesehen hat, als es vom Wanderweg zurück kam) Friedhelm fing an zu erklären: ,,Der Künstler Ulrich ist gerade angekommen, um ein Gemälde in unserem Flur aufzuhängen. Vielleicht kannst du . . .“ Doch weiter konnte er nicht reden. Denn ein Mann mit bunten Hosen sowie T-Shirt kam gerade aus der Tür und putzte sich mit einem Taschentuch die schwitzende Stirn ab. ,,Wow! Manche Bilder können echt schwer sein.“ Als er seinen Farbkasten abstellte, erblickte er oben bei Friedhelm und Paul Wandini, welches Uli noch nicht kannte. Die beiden sahen sich gegenseitig neugierig an.
,,Na, Hallo! Wer bist du denn?“fragte der Künstler neugierig. Natürlich konnte Wandini nicht antworten, also tat es Paul: ,,Das ist Wandini!“ Das Kälbchen muhte. Ulrich sah auf seine Uhr. ,,Oh! Ich muss jetzt leider schon los. Ich muss für euch ja noch den nächsten Auftrag vor Dienstag fertigstellen,“ fiel ihm plötzlich ein. Der Mann verließ die drei und wollte gerade ins Auto steigen, als Wandini plötzlich an seiner Hose zog. ,,Da will wohl jemand mit dir gehen!“,meinte Friedhelm. Ulrich lachte laut auf und sagte schließlich: ,,So, so! Na dann steig mal ein”. Als Wandini in dem großen Jeep saß, konnte es noch hören wie Ulrich flüsterte: ,,Du meine Güte, jetzt sitzt auch noch eine Kuh in meinem Auto! Das passiert mir auch nicht alle Tage.....”.
Auf dem Weg zum Atelier sah Wandini aus dem Fenster und erblickte viele Tiere. In den Bäumen saßen mehrere Vögel, zum Beispiel Amseln, Spechte, ein paar Raben und einige mehr. Hinter einem abgefallenen Ast entdeckte es sogar ein kleines Kaninchen das aber sofort wieder davon hoppelte.

Nun waren sie in der Stadt angelangt, wo zwar nicht viele Menschen herum liefen, aber für Sauerländer ist das rappelvoll. Bei einer Eisdiele erkannte Wandini sogar Peter mit zwei Kindern, die auch schonmal am Wanderheim waren. Keine Fünf Minuten später stand das Auto vor einer großen Garage. Uli öffnete die Tür und Wandini sprang sofort hinaus und hopste umher. ,,Nicht so wild! Komm mal mit, jetzt zeige ich dir mal mein Atelier,” meinte Uli. Er öffnete das große Tor und sie gingen durch die Garage in das Atelier. ,,Möchtest du eine kleine Führung durch mein Haus und dieses Atelier?” fragte Uli. Er wartete nicht lange und fing mit dem großen Atelier an: ,,Hier entwerfe ich alle meine Bilder! Meist sind es welche aus verschiedenen Ländern mit ihren Sehenswürdigkeiten und den typischen Ansichten. Hier, siehst du das?” Er führte Wandini zu einem Gemälde hinten rechts an der Wand. Dort war der Eiffelturm abgebildet. Drumherum und auch auf dem Turm standen viele Touristen und fotografierten. Auf dem Bild daneben war New York abgebildet mit ein paar Hochhäusern und daneben die Freiheitsstatue.
Wusstet ihr übrigens, das in dem Museum, welches im Sockel der Freiheitsstatue untergebracht ist, der erste Kopf dieser Statue hängt, der durch einen neuen ersetzt wurde?
,,Komm mal mit! In meinem Haus hängen noch mehr solcher Bilder.” Das Kälbchen folgte ihm in sein Haus. Der Flur war voll mit solchen Gemälden. ,,Warte hier, ich bin gleich wieder da!”, meinte Uli und verschwand kurz in der Küche. Währenddessen sah sich Wandini sehr interessiert ein Bild an. Dort waren Berge abgebildet, auf denen sich Schnee sammelte. Das Bild erinnerte Wandini an seine Heimat und auch an die Freunde. Seit langem hatte es nicht mehr an das Unglück gedacht, als Wandini und seine Freunde sich in einer Lawine verloren haben. Immer wieder machte Wandini sich Vorwürfe. Doch in diesen Moment kam zum Glück Uli wieder. Er hatte eine roten Rucksack in der Hand. ,,Guck mal hier,” sagte er und band ihn auf Wandinis Rücken. Der Rucksack gefiel dem Kälbchen. Es versuchte nach hinten zu schauen und drehte sich dabei um sich selbst. ,,Du, ich habe gerade einen Anruf von Friedhelm bekommen, ich bringe dich später wieder zum Wanderheim. Aber erst in einer halben Stunde. Du kannst dir also noch in Ruhe die Bilder anschauen.” Das tat Wandini auch. Es sah sich jedes einzelne genau an. Vor allem Landschaftsbilder faszinierten Wandini sehr. Es waren viele schöne und interessante Motive dabei. Grandiose Berge, der Grand Canyon z.B., aber das wußte Wandini natürlich nicht. Viele Seen und Strände waren zu sehen. Aber viel Zeit hatte es auch nicht mehr, denn die halbe Stunde war schon fast um. Wie sehr wünschte Wandini sich, doch selbst einmal an einem dieser Orte zu sein. Da kam ihm ein Geistesblitz. Anstatt immer nur in der Hütte zu sitzen und nichts zu tun könnte es doch auch...

Die Quizfrage zu dieser Geschichte:
Was war auf dem zweiten Bild zu sehen, welches Wandini in dem Atelier sah?

So geht es:

Du beantwortest dieses Quiz und bekommst bei der richtigen Antwort einen Punkt. Wenn Du zwölf Punkte hast, erwartet Dich ein schöner Gewinn.

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